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1980 - XXIX

Held

Laß' uns einen Helden zeugen,
der nicht wie alle anderen, von Angst gepeinigt,
nach Herrschaft und Besitz strebt,
der die Menschen nicht braucht und sie befreit.
Er soll die Tugenden leben,
die Ideen erfüllen mit dem Leben, das ihnen sonst fehlt.
Einen Sinn sehen in der Ordnung,
die der Mensch braucht,
sich trotzdem widersetzen,
den Neid mißachten,
der Gerechtigkeit Maße setzen.
Ein Vernunftwesen mit quasi göttlicher Einsicht
in die Logik des Lebens.

Statt dessen feilte ich einen Stein,
der die Form eines stehenden Menschen
mit ausgebreiteten Armen zeigte.
Unser Traum lebt nicht, er lebe lange !

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Meine Blogentsorgung schreitet voran, auch dieser Beitrag "zeichnet das Selige", nein, segnet das Zeitige.  Bin nun bereits beim 2.12.2004 . Überflüssig zu sagen, dass ich das Thema 50 längst durch habe. Von Zeit zu Zeit sollte man sich neu erfinden, um das Leben wieder zu erfahren. Das Leben ist einfach, die Umstände sind kompliziert. Ab 50 sollte sich jeder darum bemühen, sich eine Perspektive für das Alter aufzubauen. Alterswohngemeinschaften kommen sehr in Mode. Denn die Wichtigkeit sozialer Kontakte ist gerade in den späteren Jahren unbestritten. Ich freue mich auf eine Zeit, in der ich noch etwas kann, aber nicht mehr alles muß. Ich lerne verstehen, wie meine Eltern gedacht haben mögen. Aber verstehen heißt ja nicht: akzeptieren. Deswegen werde ich mich nicht im Nest einigeln, an Ideen für den Ausgang hat es mir noch nie gemangelt.

Platz

Ein großer Flachbau im Industriegebiet, das nennt sich hier "Lieblingsplatz" für Hunde. Nix mit familiären Anschluss oder persönlicher Betreuung wie noch zu Schönecker Zeiten. Auch für Hunde ist das Leben in Lippe härter als gewohnt.