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Glaube, Liebe, Hoffnung

Träume begleiten unser Leben, so könnte man es nennen.
Meine Frau und ich wollten noch einmal heiraten. Beim Standesamt stellte es sich heraus, dass der Standesbeamte eine andere Meinung dazu hätte. Jedenfalls zog er mich beiseite und zeigte mir die Titelseite einer Zeitschrift, auf der meistens Frauengesichter zu sehen waren.
Die da so vorteilhaft fotografierte Dame sei erst 55 Jahre alt, ob das nichts für mich wäre? Ihr Gesicht sah mir sehr jugendlich aus und ich musste zu geben, dass sie gut aussah. Die Einschränkung (für ihr Alter) machte ich nicht. 
Irgendwie war der Mann hartnäckig und der Termin kam aus unerfindlichen Gründen nicht zustande. 
Ich verschwand erst Mal aus einer Reihe unübersichtlicher Räume und tauchte ins städtische Leben ein, lernte einen Typen kennen, mit dem ich mich ganz gut verstand, jedenfalls so gut, dass wir zusammen Schnaps tranken. Der Rest ist unbekannt.
Meine Frau dagegen fabulierte dagegen neulich, ich sei einfach aus dem Auto ausgestiegen und verschwunden. Dies empörte nicht nur sie, sondern auch eine uns bekannte Hotelbesitzerin. Als ich zurückkam, erklärte ich, ich sei mit dem Zug nach Berlin gefahren.
Was meine Frau nicht wusste, ist dass ich öfter in Großstädten unterwegs, meistens glaube, in Berlin zu sein und dort jemanden anrufen zu müssen, den bzw. die ich immer wieder Mal vermisse.
So schließen sich Kreise.

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