Die Dunkelheit nahm zu, gleichzeitig verspürte ich eine zunehmende Bedrückung. Eine einzelne Kerze brannte noch. Flackerte einstweilen. Irgendwie schaffte ich es, Kraft zu sammeln, der Raum erhellte sich. Dennoch ging ich zur Tür und wollte ihn verlassen. Ich spürte, da war noch was. In der Finsternis draußen stand eine füchsische Figur, die mich von der Kleidung her eher an den gestiefelten Kater erinnerte. Eine schiefe dreieckige Mütze saß auf dem Kopf. Da musste ich wohl vorbei, sogleich wollte ich die Figur in die Ecke drücken. Das gelang mir auch, brachte mich aber nicht weiter. Mit unbeweglichem Ausdruck blieb die Figur stehen, fast als ob sie mich auslachen wollte. Ich wusste, es war aus.
Ein Flugzeug mit deutschen Passagieren ist abgestürzt, so weit, so schlimm. Was sich in den Medien aber derzeit abspielt, das kann man auch als Absturz bezeichnen. Ein Absturz in die scheinheilige Betroffenheit mit der immer wiederholten Frage nach dem "Warum?". Eine Frage, die sich naturgemäß am Tag des Unglücks gar nicht beantworten lässt. Warum also diese unaufhörlichen Sondersendungen ohne Inhalt mit immer neuen Experten, die irgend etwas vermuten. Vielleicht wäre angesichts eines solchen Ereignisses auch weniger mal mehr. Nur die Angehörigen der Opfer können doch überhaupt ermessen, was ihnen der Verlust bedeutet. Und man kann nur hoffen, dass sie sich nicht allzu schnell sich der Versuchung hingeben, der lauernden Presse Auskünfte zu erteilen. Eines der Statements, die kursieren, ist ja, dass nichts auf einen terroristischen Hintergrund hin deutet. Ich meine, das wäre momentan die einzig plausible Erklärung. So etwas muss jemand gewollt haben. So und da habe ich mich nu...
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