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1999 - IX

Es waren einmal 1000 Jahre

Nun Adé, Du altes Jahrtausend,
Zahlen verändern sich plötzlich sausend,
Januar, Februar habe ich genossen,
der März ist schon fast ganz verflossen,
April, Mai, Juni, Juli und August:
Monate voll Frühlings- und Sommerlust.
Im September dreht meine Lebensuhr
sich um die Schnapszahl der Jahre nur.
Oktober, November und Dezember,
zeitlose Weihnachten, Geplember.
Im nächsten Jahrtausend wird alles enden,
Leben und Schicksal zum Abschied sich wenden.
Vorbei, die Zeit bei der Mutter im Arme,
die Schule, Beruf, die Frau, die warme.
2000, die Zahl will mich fixieren,
soll ich jetzt noch einmal alles riskieren ?
Altes Jahrtausend, Du kannst ruhig gehen:
in mir wirst Du ewig weiter bestehen.

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Meine Blogentsorgung schreitet voran, auch dieser Beitrag "zeichnet das Selige", nein, segnet das Zeitige.  Bin nun bereits beim 2.12.2004 . Überflüssig zu sagen, dass ich das Thema 50 längst durch habe. Von Zeit zu Zeit sollte man sich neu erfinden, um das Leben wieder zu erfahren. Das Leben ist einfach, die Umstände sind kompliziert. Ab 50 sollte sich jeder darum bemühen, sich eine Perspektive für das Alter aufzubauen. Alterswohngemeinschaften kommen sehr in Mode. Denn die Wichtigkeit sozialer Kontakte ist gerade in den späteren Jahren unbestritten. Ich freue mich auf eine Zeit, in der ich noch etwas kann, aber nicht mehr alles muß. Ich lerne verstehen, wie meine Eltern gedacht haben mögen. Aber verstehen heißt ja nicht: akzeptieren. Deswegen werde ich mich nicht im Nest einigeln, an Ideen für den Ausgang hat es mir noch nie gemangelt.

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