Direkt zum Hauptbereich

Laudatio

Warum ich meinen Chef so schlecht finde, fragten mich meine Kollegen. Nun, so gut fand ich ihn nicht, aber auch nicht so schlecht, wie sie das meinten. Also begann ich nun, zu argumentieren, warum er doch nicht so übel wäre. Ich vermied eine Lobhudelei, war aber hinterher selbst von mir überzeugt. Vor allem wunderte ich mich über meine rhetorische Geschicktheit. Der Mann stand plötzlich in gutem Licht da, weil ich nur seine positiven Seiten schilderte. Damit war auch der holde Kollegenkreis zufrieden.
Dies sollte mich später noch verfolgen, denn ich hatte Geburtstag und bekam völlig unerwartet Besuch von eben jenen Kolleginnen und Kollegen zuhause. So öffnete ich die Tür, nicht ganz angezogen, sozusagen "Oben ohne" und musste den Schwarm einlassen. Dabei pflege ich meine Geburtstage nie zu feiern.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ringgeist - That's the way..

Meine Blogentsorgung schreitet voran, auch dieser Beitrag "zeichnet das Selige", nein, segnet das Zeitige.  Bin nun bereits beim 2.12.2004 . Überflüssig zu sagen, dass ich das Thema 50 längst durch habe. Von Zeit zu Zeit sollte man sich neu erfinden, um das Leben wieder zu erfahren. Das Leben ist einfach, die Umstände sind kompliziert. Ab 50 sollte sich jeder darum bemühen, sich eine Perspektive für das Alter aufzubauen. Alterswohngemeinschaften kommen sehr in Mode. Denn die Wichtigkeit sozialer Kontakte ist gerade in den späteren Jahren unbestritten. Ich freue mich auf eine Zeit, in der ich noch etwas kann, aber nicht mehr alles muß. Ich lerne verstehen, wie meine Eltern gedacht haben mögen. Aber verstehen heißt ja nicht: akzeptieren. Deswegen werde ich mich nicht im Nest einigeln, an Ideen für den Ausgang hat es mir noch nie gemangelt.

Platz

Ein großer Flachbau im Industriegebiet, das nennt sich hier "Lieblingsplatz" für Hunde. Nix mit familiären Anschluss oder persönlicher Betreuung wie noch zu Schönecker Zeiten. Auch für Hunde ist das Leben in Lippe härter als gewohnt.