Warum ich meinen Chef so schlecht finde, fragten mich meine Kollegen. Nun, so gut fand ich ihn nicht, aber auch nicht so schlecht, wie sie das meinten. Also begann ich nun, zu argumentieren, warum er doch nicht so übel wäre. Ich vermied eine Lobhudelei, war aber hinterher selbst von mir überzeugt. Vor allem wunderte ich mich über meine rhetorische Geschicktheit. Der Mann stand plötzlich in gutem Licht da, weil ich nur seine positiven Seiten schilderte. Damit war auch der holde Kollegenkreis zufrieden.
Dies sollte mich später noch verfolgen, denn ich hatte Geburtstag und bekam völlig unerwartet Besuch von eben jenen Kolleginnen und Kollegen zuhause. So öffnete ich die Tür, nicht ganz angezogen, sozusagen "Oben ohne" und musste den Schwarm einlassen. Dabei pflege ich meine Geburtstage nie zu feiern.
Ein großer Flachbau im Industriegebiet, das nennt sich hier "Lieblingsplatz" für Hunde. Nix mit familiären Anschluss oder persönlicher Betreuung wie noch zu Schönecker Zeiten. Auch für Hunde ist das Leben in Lippe härter als gewohnt.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen