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37, sicher..

Vor 37 Jahren betrat ein junger Mann mit Nickelbrille und Baskenmuetze die Straße vor seinem Haus, um eine Verabredung mit einer jungen Frau wahrzunehmen. Beziehungsscheu wie er einst war, lag die Trennung von einer Frau in der Luft , auf die er gesetzt hatte. Die Enttäuschung sass tief und er spielte die Rolle seines Lebens: die des netten Unterhalters, der Verbindlichkeiten vermied. Das erzeugte vorübergehend Irritationen bei der Gesprächspartnerin, aber schließlich rang er sich im letzten Moment eine Einladung nach hause ab, die Tage später bei Selbstgekochtem und in Gegenwart des besten Freundes statt fand. "Die will etwas von Dir." So lautete das Fazit des Freundes. War es eine Warnung oder ein gut gemeinter Hinweis? Zu spät jedenfalls, schon Monate später fand sich ein junger Mann mit eben dieser Frau in der Toskana wieder, beobachtete am Nachbartisch ein verliebtes Paar und hoffte, dass ihm solche Turteleien erspart bleiben würden. Stattdessen gab es Ärger um eine vergessene EC-Karte. Bald 37 Ehejahre später ist es die zwar eine Geldanlage, die der Ehemann seiner Frau zwar erklärt hatte, mit der sie aber nicht einverstanden gewesen wäre, wenn sie zugehört hätte. Kontinuität ist wichtig in einer Ehe. Denn nichts ist schlimmer, als von Reaktionen des Partners oder der Partnerin überrascht zu werden, die nicht zu erwarten wären. 

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Meine Blogentsorgung schreitet voran, auch dieser Beitrag "zeichnet das Selige", nein, segnet das Zeitige.  Bin nun bereits beim 2.12.2004 . Überflüssig zu sagen, dass ich das Thema 50 längst durch habe. Von Zeit zu Zeit sollte man sich neu erfinden, um das Leben wieder zu erfahren. Das Leben ist einfach, die Umstände sind kompliziert. Ab 50 sollte sich jeder darum bemühen, sich eine Perspektive für das Alter aufzubauen. Alterswohngemeinschaften kommen sehr in Mode. Denn die Wichtigkeit sozialer Kontakte ist gerade in den späteren Jahren unbestritten. Ich freue mich auf eine Zeit, in der ich noch etwas kann, aber nicht mehr alles muß. Ich lerne verstehen, wie meine Eltern gedacht haben mögen. Aber verstehen heißt ja nicht: akzeptieren. Deswegen werde ich mich nicht im Nest einigeln, an Ideen für den Ausgang hat es mir noch nie gemangelt.

Platz

Ein großer Flachbau im Industriegebiet, das nennt sich hier "Lieblingsplatz" für Hunde. Nix mit familiären Anschluss oder persönlicher Betreuung wie noch zu Schönecker Zeiten. Auch für Hunde ist das Leben in Lippe härter als gewohnt.