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Das Zeitliche gesegnet

Die Zeit ist relativ. Im Alter besonders, nicht nur, dass weniger davon bleibt, das Wenige fühlt sich auch sehr vergänglich an. Tage rasen, Stunden werden zu nichts. Kein Wunder also, dass Monate dahin gehen und sich oft die Frage stellt, warum das eben angefangene Jahr schon zu Ende ist.
Da bleibt Einem nur, innezuhalten, um wenigstens ein bisschen eigenes Erleben zu behalten. Und doch treibt es Viele, das bisschen Zeit noch mehr zu füllen, noch mehr mitzurasen. Ja, Rentner haben keine Zeit, aus Angst vor der Vergänglichkeit?

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Meine Blogentsorgung schreitet voran, auch dieser Beitrag "zeichnet das Selige", nein, segnet das Zeitige.  Bin nun bereits beim 2.12.2004 . Überflüssig zu sagen, dass ich das Thema 50 längst durch habe. Von Zeit zu Zeit sollte man sich neu erfinden, um das Leben wieder zu erfahren. Das Leben ist einfach, die Umstände sind kompliziert. Ab 50 sollte sich jeder darum bemühen, sich eine Perspektive für das Alter aufzubauen. Alterswohngemeinschaften kommen sehr in Mode. Denn die Wichtigkeit sozialer Kontakte ist gerade in den späteren Jahren unbestritten. Ich freue mich auf eine Zeit, in der ich noch etwas kann, aber nicht mehr alles muß. Ich lerne verstehen, wie meine Eltern gedacht haben mögen. Aber verstehen heißt ja nicht: akzeptieren. Deswegen werde ich mich nicht im Nest einigeln, an Ideen für den Ausgang hat es mir noch nie gemangelt.

Platz

Ein großer Flachbau im Industriegebiet, das nennt sich hier "Lieblingsplatz" für Hunde. Nix mit familiären Anschluss oder persönlicher Betreuung wie noch zu Schönecker Zeiten. Auch für Hunde ist das Leben in Lippe härter als gewohnt.