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Ringgeist - Der 9. November

239 Zugriffe und Platz 9 der Top-Liste des Blogs, so lautet das Ergebnis für diesen Text vom 12.11.2009, der sich mit dem 9.11. an sich beschäftigt.

Sieht man sich die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls an, so kann man Zweifel an dessen Sinnhaftigkeit bekommen. Sicher wollte das Volk nicht eine Diktatur gegen eine andere eintauschen, als es im Osten Deutschlands auf die Straße ging. Es ist anders gekommen, denn nun herrscht wieder eine Diktatur, die des Geldes mit all seinen Widersinnigkeiten. Das Prinzip der Gewinnmaximierung basiert auf scheinbar unendliche Wachstumsgläubigkeit oder anders ausgedrückt, auf der Gier. Diese Sucht nach immer mehr Wohlstand durch Anhäufung von Geld lässt alle Werte in den Hintergrund treten. Die Mächtigen erinnern sich nicht mehr an ihr Gewissen und rechtfertigen sich mit einer Scheinmoral. Mag sein, dass der Kapitalismus dem Menschen entspricht. Muss man dessen Sieg dann allerdings wirklich feiern? Ist es nicht so, dass sich die Art sich auf Kosten anderer zu bereichern, einfach nur in einem glänzenderen Gewand präsentiert.
Es gibt keine wirklichen Veränderungen im menschlichen Leben, die Illusion lässt uns nur daran glauben. So war der 9. November 1989 in erster Linie ein Sieg der westlichen Medien über gesunden Menschenverstand. Und ein Sieg des klaren Ausbeutungsprinzips über das verdeckte. Was ist daran zu feiern? Es ist doch auch ein Trauertag, der zudem „angenehmerweise“ auch das Gedenken an die Reichskristallnacht in den Hintergrund schiebt.

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Meine Blogentsorgung schreitet voran, auch dieser Beitrag "zeichnet das Selige", nein, segnet das Zeitige.  Bin nun bereits beim 2.12.2004 . Überflüssig zu sagen, dass ich das Thema 50 längst durch habe. Von Zeit zu Zeit sollte man sich neu erfinden, um das Leben wieder zu erfahren. Das Leben ist einfach, die Umstände sind kompliziert. Ab 50 sollte sich jeder darum bemühen, sich eine Perspektive für das Alter aufzubauen. Alterswohngemeinschaften kommen sehr in Mode. Denn die Wichtigkeit sozialer Kontakte ist gerade in den späteren Jahren unbestritten. Ich freue mich auf eine Zeit, in der ich noch etwas kann, aber nicht mehr alles muß. Ich lerne verstehen, wie meine Eltern gedacht haben mögen. Aber verstehen heißt ja nicht: akzeptieren. Deswegen werde ich mich nicht im Nest einigeln, an Ideen für den Ausgang hat es mir noch nie gemangelt.

Platz

Ein großer Flachbau im Industriegebiet, das nennt sich hier "Lieblingsplatz" für Hunde. Nix mit familiären Anschluss oder persönlicher Betreuung wie noch zu Schönecker Zeiten. Auch für Hunde ist das Leben in Lippe härter als gewohnt.