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Einweisung

Das Leben ist so, sagte der Platzanweiser. Sie nehmen bitte hier Platz und schauen sich das an.
Es werden einige Leute kommen und Interesse an Ihnen vorgeben. Nehmen Sie das nicht zu ernst.
Ich frage nach: Sie meinen, wenn jemand sein Popcorn gerade neben mir essen will, soll ich mir nichts dabei denken? Genau, erwidert der Platzanweiser, Sie sehen sich nur den Film an. Dafür haben sie ja bezahlt.
Und lassen Sie sich auch nicht von den Remplern beeindrucken.
Und wenn die nun während der Vorstellung über ihre eigenen Probleme reden wollen?
Das gehört zu einer Vorstellung schließlich dazu. Nein, mein Herr, Sie befinden sich in einer Vorführung.
Sie fangen damit bitte nicht an.
Gut, ich wollte das Thema nicht vertiefen.
Übrigens, im Gehen sagte er noch, wenn der Film zu Ende sei, sei er auch zu Ende. Ich solle dann gehen und nicht sitzen bleiben. Sie müssten schließlich für die nächste Vorstellung die Sitze sauber machen.  

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Meine Blogentsorgung schreitet voran, auch dieser Beitrag "zeichnet das Selige", nein, segnet das Zeitige.  Bin nun bereits beim 2.12.2004 . Überflüssig zu sagen, dass ich das Thema 50 längst durch habe. Von Zeit zu Zeit sollte man sich neu erfinden, um das Leben wieder zu erfahren. Das Leben ist einfach, die Umstände sind kompliziert. Ab 50 sollte sich jeder darum bemühen, sich eine Perspektive für das Alter aufzubauen. Alterswohngemeinschaften kommen sehr in Mode. Denn die Wichtigkeit sozialer Kontakte ist gerade in den späteren Jahren unbestritten. Ich freue mich auf eine Zeit, in der ich noch etwas kann, aber nicht mehr alles muß. Ich lerne verstehen, wie meine Eltern gedacht haben mögen. Aber verstehen heißt ja nicht: akzeptieren. Deswegen werde ich mich nicht im Nest einigeln, an Ideen für den Ausgang hat es mir noch nie gemangelt.

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