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Merkwürdige Ansichten über bestehende Gesetze und Verordnungen lernte ich im Zuge einer Unterschrftensammlung zum Thema Tempo 30 in unserer Stadt kennen. Er fände es blöd, wenn ein auf dem Bürgersteig radelnder Fahrer eine Verwarnung bekäme und 20 € dafür zahlen müsse. Das sagte mir ein ansonsten gesetzt wirkender Bürger. Die Straßenverkehrsordnung ist hier wohl nicht mehr als ein abstruser Vorschlag. Ausgerechnet ein offensichtlicher AfD-Anhaenger fand ohnehin, dass endlich mal Schluss mit den ständigen Vorschriften sein müsse. Ausgerechnet diese Partei ist mir bislang nicht als der Hort von Freiheit und Abenteuer aufgefallen. Dabei wird sowieso kaum etwas in Richtung Verkehrskontrolle seitens der Behoerden getan. Auch ist es schwierig, politische Parteien dazu zu bringen, einmal etwas für die Menschen direkt auch nur zu denken. So hat meine Unterschriftenliste noch nicht einmal in der Fraktion "meiner Partei" Unterstützung. Sie bleibt sowieso im Dickicht der Paragraphen der zuständigen Behörde hängen, denn wozu außer der Verhinderung berechtigter Buergerinteressen sind sie da? Wenigstens hat meine Aktion Hoffnungen auf eine vernünftige Verkehrssituation in unserer Straße bei den 76 Unterstützer/-innen geweckt und Stoff für immerhin zwei Artikel in der örtlichen Zeitung geboten.

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