Direkt zum Hauptbereich

Gefährten der Zeit

 Wenn man es Zeit nennen will,  die unser Alter misst, dann sind wir alle Gefährten ein und derselben Zeit. Ich nenne es Energie, deren Vergänglichkeit messbar ist. Jeder Moment unseres Lebens vergeht und kommt nie wieder. Das macht seinen Wert aus. Sich dessen bewusst zu sein, das ist schwer. Der Mensch lebt mehr als alle Tiere in dem Wunsch nach immer mehr Ablenkung und entfernt sich mal mehr, mal weniger, von seinen Grundbedürfnissen. Er verliert nicht nur den Sinn für die Endlichkeit seines Seins, er weiß auch nicht mehr, dass die Welt nicht unendlich Ressourcen zum Verbrauch bereit stellt. Unserer Lebensbasis zum Trotz steht unser Wirtschaftssystem auf dem Prinzip "Wachstum". Es trägt der Gewinnsucht des Menschen Rechnung, an der er wie ein Alkoholiker an der Flasche fest hält. Auch der Alkoholiker weiß im Grunde, wohin ihn seine Sucht führt. Aber es ist ihm egal, auch wenn der Genuss meist längst nicht mehr da ist. 





Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

2002 - X

A rock feels no pain and an island never cries.. Auf der Insel Wahrheit gestrandet, möglicherweise völlig versandet? Einfacher jede Klippe zu umrunden, die Wirklichkeit darstellt und wählt, sich über den Riffen zu bekunden: der eigene Weg nur zählt! Auf dem Meer der Lügen, da lässt es sich gut segeln. Denn im Meer der Lügen, da gibt es keine Regeln.

Ringgeist - That's the way..

Meine Blogentsorgung schreitet voran, auch dieser Beitrag "zeichnet das Selige", nein, segnet das Zeitige.  Bin nun bereits beim 2.12.2004 . Überflüssig zu sagen, dass ich das Thema 50 längst durch habe. Von Zeit zu Zeit sollte man sich neu erfinden, um das Leben wieder zu erfahren. Das Leben ist einfach, die Umstände sind kompliziert. Ab 50 sollte sich jeder darum bemühen, sich eine Perspektive für das Alter aufzubauen. Alterswohngemeinschaften kommen sehr in Mode. Denn die Wichtigkeit sozialer Kontakte ist gerade in den späteren Jahren unbestritten. Ich freue mich auf eine Zeit, in der ich noch etwas kann, aber nicht mehr alles muß. Ich lerne verstehen, wie meine Eltern gedacht haben mögen. Aber verstehen heißt ja nicht: akzeptieren. Deswegen werde ich mich nicht im Nest einigeln, an Ideen für den Ausgang hat es mir noch nie gemangelt.