Direkt zum Hauptbereich

Odyssee

Das deutsche Gesundheitssystem ist angeblich so gut. Wie kommt es dann, dass man auf Facharzttermine wochen- oder gar monatelang warten muss? Und was leisten diese Ärzte? Einmal im Jahr stehen einem neue Einlagen zu. Die habe ich dann auch bekommen. Obwohl ein Fersensporn diagnostiziert war, fehlte auf dem Rezept aber die entsprechende Vorgabe. Also wieder hin zum Facharzt mit entsprechender Wartezeit.
Korrektur geschehen, aber leider habe ich für meine Sportschuhe keine passenden Einlagen. Da heißt es nur lapidar, ich könnte die jetzt verschriebenen Einlagen auch für diese verwenden. Nun weiß ich aber das Einlagen für Sportschuhe ganz anders beschaffen sein müssen. Also suche ich einen anderen Arzt.
Noch besser ist die Geschichte bei meiner Frau. Bruch das rechten Sprunggelenks, aber sie erhält als Nachbehandlung lediglich eine Verordnung über 6 Lymphdrainage-Behandlungen, obwohl ihr ein Krankenhausarzt sagte, dass die damit wohl nicht auskommt. Zudem nicht eine einzige Verordnung für Krankengynastik.
Die Orthopädin verweigert diese trotz anhaltender Schwellung des Beines und schickt sie stattdessen zur Neurologie. Da bekommt man Termine erst in Monaten.
Zum Glück springt der Hausarzt ein, nachdem aber auch da zunächst einmal die Sprechzimmerdamen ablehnten mit dem Hinweis, die Orthopädie müsse die angefangene Therapie zu Ende führen. Aber im telefonischen Gespräch liess sich der Hausarzt erweichen und stellte die erforderliche Fortsetzung der Lymphdrainage-Behandlung sicher. Seine Meinung dazu war allerdings deutlich: es handele sich um eine postoperative Nachbehandlung, die der Facharzt hätte gewährleisten müssen. 
Dies ist nur das hoffentliche Ende einer Kette von Hin und Her zwischen Krankenhaus, Radiologiepraxen, Facharzt und praktischem Arzt.
Getrost kann auch beim letzten Vorgang von unterlassener Hilfeleistung gesprochen werden.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ringgeist - That's the way..

Meine Blogentsorgung schreitet voran, auch dieser Beitrag "zeichnet das Selige", nein, segnet das Zeitige.  Bin nun bereits beim 2.12.2004 . Überflüssig zu sagen, dass ich das Thema 50 längst durch habe. Von Zeit zu Zeit sollte man sich neu erfinden, um das Leben wieder zu erfahren. Das Leben ist einfach, die Umstände sind kompliziert. Ab 50 sollte sich jeder darum bemühen, sich eine Perspektive für das Alter aufzubauen. Alterswohngemeinschaften kommen sehr in Mode. Denn die Wichtigkeit sozialer Kontakte ist gerade in den späteren Jahren unbestritten. Ich freue mich auf eine Zeit, in der ich noch etwas kann, aber nicht mehr alles muß. Ich lerne verstehen, wie meine Eltern gedacht haben mögen. Aber verstehen heißt ja nicht: akzeptieren. Deswegen werde ich mich nicht im Nest einigeln, an Ideen für den Ausgang hat es mir noch nie gemangelt.

Platz

Ein großer Flachbau im Industriegebiet, das nennt sich hier "Lieblingsplatz" für Hunde. Nix mit familiären Anschluss oder persönlicher Betreuung wie noch zu Schönecker Zeiten. Auch für Hunde ist das Leben in Lippe härter als gewohnt.