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Tattoo

Mein TV-Set verschafft mir immer wieder neue Eindrücke. Engländer lassen sich gern besoffen tätowieren. Wer hätte das gedacht? An sich ist die Idee, das unter Alkohol über sich ergehen zu lassen ja sehr vernünftig. Du spürst keinen Schmerz und siehst auch das Ergebnis frühestens am nächsten Morgen. Du plagst Dich nicht mit dem Gedanken, dass das nicht mehr weg geht, obwohl vielleicht misslungen oder ganz anders wie gedacht. Gesundheit ist Dir auch egal, es zählt eben nur der eine Moment. Du musst Dich nicht rechtfertigen hinter her. Sticht der vielleicht zu tief, was nimmt er für eine Farbe? Für was fragt man sich das eigentlich? So wird das nichts. Lass' es, hat mir mal so eine Tattoomamsell geraten.
Da fehlt mir eben doch die Nadelspitze, des Messers Schneide, der Ritt auf der Klinge und der Nadel Stich.

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Meine Blogentsorgung schreitet voran, auch dieser Beitrag "zeichnet das Selige", nein, segnet das Zeitige.  Bin nun bereits beim 2.12.2004 . Überflüssig zu sagen, dass ich das Thema 50 längst durch habe. Von Zeit zu Zeit sollte man sich neu erfinden, um das Leben wieder zu erfahren. Das Leben ist einfach, die Umstände sind kompliziert. Ab 50 sollte sich jeder darum bemühen, sich eine Perspektive für das Alter aufzubauen. Alterswohngemeinschaften kommen sehr in Mode. Denn die Wichtigkeit sozialer Kontakte ist gerade in den späteren Jahren unbestritten. Ich freue mich auf eine Zeit, in der ich noch etwas kann, aber nicht mehr alles muß. Ich lerne verstehen, wie meine Eltern gedacht haben mögen. Aber verstehen heißt ja nicht: akzeptieren. Deswegen werde ich mich nicht im Nest einigeln, an Ideen für den Ausgang hat es mir noch nie gemangelt.

Platz

Ein großer Flachbau im Industriegebiet, das nennt sich hier "Lieblingsplatz" für Hunde. Nix mit familiären Anschluss oder persönlicher Betreuung wie noch zu Schönecker Zeiten. Auch für Hunde ist das Leben in Lippe härter als gewohnt.