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Die Wahl

Verhaltene Freude bis zur Anteilnahme und der Hoffnung darauf, dass es doch noch klappt, das ist das Barometer meiner Wahlmöglichkeiten dieser Tage. Glauben oder untergehen, ist die Devise. Ich persönlich habe gar nicht geglaubt, dass mich etwas mal so positiv berühren könnte, wie eine, wenn auch nur knapp, verlorene Wahl. Doch auch das Prozedere einer Betriebsratswahl geht einmal zu Ende.
Im Alltag ist alles etwas anders. Oftmals wird man gewählt oder nicht gewählt, obwohl man gar nicht zur Wahl steht, mit Ergebnissen konfrontiert, die man nicht bewusst herbei geführt hat.
Das das Leben gerecht ist, daran ist nicht zu glauben, aber die Gerechtigkeit ist dennoch wählbar.
Viele wählen heute nicht mehr.

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Meine Blogentsorgung schreitet voran, auch dieser Beitrag "zeichnet das Selige", nein, segnet das Zeitige.  Bin nun bereits beim 2.12.2004 . Überflüssig zu sagen, dass ich das Thema 50 längst durch habe. Von Zeit zu Zeit sollte man sich neu erfinden, um das Leben wieder zu erfahren. Das Leben ist einfach, die Umstände sind kompliziert. Ab 50 sollte sich jeder darum bemühen, sich eine Perspektive für das Alter aufzubauen. Alterswohngemeinschaften kommen sehr in Mode. Denn die Wichtigkeit sozialer Kontakte ist gerade in den späteren Jahren unbestritten. Ich freue mich auf eine Zeit, in der ich noch etwas kann, aber nicht mehr alles muß. Ich lerne verstehen, wie meine Eltern gedacht haben mögen. Aber verstehen heißt ja nicht: akzeptieren. Deswegen werde ich mich nicht im Nest einigeln, an Ideen für den Ausgang hat es mir noch nie gemangelt.

Platz

Ein großer Flachbau im Industriegebiet, das nennt sich hier "Lieblingsplatz" für Hunde. Nix mit familiären Anschluss oder persönlicher Betreuung wie noch zu Schönecker Zeiten. Auch für Hunde ist das Leben in Lippe härter als gewohnt.