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Ringgeist - Zeitungszeugen

Eine pseudo-zeitgeschichtliche Veröffentlichung alter Zeitungen erregte meine Aufmerksamkeit am 4.2.2009.
Das Projekt gibt es immer noch oder wieder.

Wozu das Projekt dienen sollte, war mir von Anfang an nicht klar. Wer braucht die Faksimile dieser überwiegend nationalsozialistischen Presse und warum wird ausgerechnet die Zeit von 1933 - 1945 ausgewählt? Eine Zeit, in der es in Deutschland überhaupt kaum lesenswerte Zeitungen gab.. Was ist heute noch historisch interessant daran? Der Beipack soll wohl einen seriösen Anstrich verleihen, aber wer liest den? Das ausgerechnet ein englischer Verleger dieses Projekt in Deutschland platziert, gehört zu den Merkwürdigkeiten der Marktwirtschaft, ebenso wie der Umstand, dass sich eine solche Vielzahl von Kommentatoren dazu bereit findet, ihren Namen dafür her zu geben. Das Verbot der Beilage der Faksimile-Drucke allerdings erhöht eher die Attraktivität des Projekts. Es ist genauso albern wie das Entfernen von Hakenkreuzen auf deutschen Modellflugzeugen des Zweiten Weltkriegs. Sind wir nicht mündig genug, selbst zu entscheiden, was wir kaufen, lesen und sehen wollen?

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Meine Blogentsorgung schreitet voran, auch dieser Beitrag "zeichnet das Selige", nein, segnet das Zeitige.  Bin nun bereits beim 2.12.2004 . Überflüssig zu sagen, dass ich das Thema 50 längst durch habe. Von Zeit zu Zeit sollte man sich neu erfinden, um das Leben wieder zu erfahren. Das Leben ist einfach, die Umstände sind kompliziert. Ab 50 sollte sich jeder darum bemühen, sich eine Perspektive für das Alter aufzubauen. Alterswohngemeinschaften kommen sehr in Mode. Denn die Wichtigkeit sozialer Kontakte ist gerade in den späteren Jahren unbestritten. Ich freue mich auf eine Zeit, in der ich noch etwas kann, aber nicht mehr alles muß. Ich lerne verstehen, wie meine Eltern gedacht haben mögen. Aber verstehen heißt ja nicht: akzeptieren. Deswegen werde ich mich nicht im Nest einigeln, an Ideen für den Ausgang hat es mir noch nie gemangelt.

Platz

Ein großer Flachbau im Industriegebiet, das nennt sich hier "Lieblingsplatz" für Hunde. Nix mit familiären Anschluss oder persönlicher Betreuung wie noch zu Schönecker Zeiten. Auch für Hunde ist das Leben in Lippe härter als gewohnt.