Direkt zum Hauptbereich

1980 - XXVIII


Schweine

SCHWEINE gehören zum Borstenvieh,
aber es gibt auch welche ohne Borsten,
warum soll man das nicht sagen ?
Sie suhlen sich alle gleichermaßen im eigenen Kot.
Bleiben sie im Stall,
so ist das nicht mehr als ein Vergnügen,
in freier Wildbahn aber versauen sie alles (Wildschweine).
Aber: in jedem Schwein steckt das Gute,
unaufhörlich versucht es,
grunzend und quiekend,
all die guten Werte mitzuteilen,
die es selbst nicht wirksam ausleben kann.
Es verlangt nach Hilfe,
irgend jemand muß doch die Arbeit leisten,
die das Schwein zwar selbst gern tun würde,
aber leider nicht tut.
Helfen wir den Schweinen, damit sie zufrieden sind.
Ein sattes Grunzen mag unser Lohn sein.
Wir sehen ja an den Schweinen,
wie unglücklich sie sind, weil sie das Gute verbergen müssen.
Denn frei zitiert:
Borstenvieh und Schweinespeck, das ist der wahre Lebenszweck.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Der Absturz

Ein Flugzeug mit deutschen Passagieren ist abgestürzt, so weit, so schlimm. Was sich in den Medien aber derzeit abspielt, das kann man auch als Absturz bezeichnen. Ein Absturz in die scheinheilige Betroffenheit mit der immer wiederholten Frage nach dem "Warum?". Eine Frage, die sich naturgemäß am Tag des Unglücks gar nicht beantworten lässt. Warum also diese unaufhörlichen Sondersendungen ohne Inhalt mit immer neuen Experten, die irgend etwas vermuten. Vielleicht wäre angesichts eines solchen Ereignisses auch weniger mal mehr. Nur die Angehörigen der Opfer können doch überhaupt ermessen, was ihnen der Verlust bedeutet. Und man kann nur hoffen, dass sie sich nicht allzu schnell sich der Versuchung hingeben, der lauernden Presse Auskünfte zu erteilen. Eines der Statements, die kursieren, ist ja, dass nichts auf einen terroristischen Hintergrund hin deutet. Ich meine, das wäre momentan die einzig plausible Erklärung. So etwas muss jemand gewollt haben. So und da habe ich mich nu...

Platz

Ein großer Flachbau im Industriegebiet, das nennt sich hier "Lieblingsplatz" für Hunde. Nix mit familiären Anschluss oder persönlicher Betreuung wie noch zu Schönecker Zeiten. Auch für Hunde ist das Leben in Lippe härter als gewohnt.