Dienstag, 31. Januar 2017

Ein kleiner Hund

Mein Hund hatte heute schon sein Frühstück. Diese Äußerung eines anderen Hundehalters hat mein Hund nicht gehört. Er hält sich selbst für größer als er ist und geht auch gern auf große Hunde zu. Lesen kann er nicht, aber er betrachtet, auf meinem Schoss sitzend, die Bewegung meiner Finger und die der Buchstaben im Bildschirm.
Das alles stört ihn nicht. Gegen Autos hat er aber was. Sie fahren auf ihn zu und blenden ihn mit ihren grellen Xenon-Scheinwerfern. Sie geben im Wohngebiet Gas und verursachen unnützen Lärm.
Sie starten gerade dann, wenn er an ihnen vorbei läuft, ihren Motor. Oft haben die Insassen zuvor länger drin gesessen. Autos, so denkt er, sind störende Lebewesen. Er will sie stellen, bellt ihnen nach und kreiselt. Die ewige Rangiererei und das Hin- und Herfahren lässt ihn nicht zur Ruhe kommen.
Als Begleiter denke ich oft, wo ist das Umweltbewusstsein der Menschen geblieben? Bestimmt nicht im Kotbeutel der Hunde. Die werden oft nicht benutzt, vor allem die Besitzer der großen Hunde haben eine unerklärliche Scheu davor, die Kotberge ihrer Hunde zu entsorgen. Wahrscheinlich haben die alle schlecht gefrühstückt.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Protest

Es ist schön, dass vielerorts gegen den neuen US-Präsidenten Trump protestiert wird. Wichtiger wäre es allerdings gewesen, in den USA gewählt zu haben. Die Einstellung, die Nichtwähler hierzulande oft äußern, besagt, man könne ja sowieso nichts ändern. 42% der Wähler in den USA dachten so oder so ähnlich. Sich nun, wo es zu spät ist, gegen Trump zu stellen, ist ein Bild des Katzenjammers.
Trump hat gefordert, America great zu machen. Hoffen wir, dass er nur die USA ab wirtschaftet.
Und vergessen werden sollte nicht, dass Trump wie Hitler einst demokratisch gewählt wurde.
Und wir in Deutschland ganz demokratisch 16 Jahre Kohl hatten und bald ebenso viele Jahre Merkel.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Vom Sinn des Lebens

Gestern von unausweichlichen gesundheitlichen Notwendigkeiten bei einer mir nahe stehenden Person erfahren. Man sieht wieder einmal, wie schnell scheinbar wichtige Dinge ihre Bedeutung verlieren.
On/Off, das ist die einzige, entscheidende Änderung. Das Leben ist einfach und gleichzeitig so einmalig.
Becky Chambers schreibt dazu in "A Closed and Common Orbit (Wayfarers, #2)":
"You're animals, and animals don't have a purpose. Animals just are."

Mittwoch, 11. Januar 2017

Plot of Life

Der Plot meines Lebens wurde gestern von einem amerikanischen Verlag zur Veröffentlichung abgelehnt. Ich habe nicht genügend Proben meines Schaffens abgegeben und ausserdem bestanden Zweifel an meinen englischsprachlichen Fähigkeiten.
So ist das in den U.S.A. Selbst wenn Du meinst, fliessend Englisch zu sprechen, für einen native Speaker hält man mich nicht.
Das Thema war Scheidung oder Trennung. Letztendlich beides Situationen, die mit zunehmenden Alter an Wahrscheinlichkeit zu nehmen. Im Grunde geht es um den Abschied von lieb gewordenen Lebensumständen.
Die Versuchung, meinen Text hier einzustellen, mit der Gewissheit, dass er kaum gelesen wird, ist groß.
Denn mich schreckt durchaus die Vorstellung, zu öffentlich zu werden.
Mein Vater mochte es, sich zu verstecken. Auch er war mit meinem Lebensentwurf nicht einverstanden.
Am Ende war es ihm egal. Es ist alles nichts, sagte er einmal mit einer weg werfenden Handbewegung, ohne sich über die philosophische Bedeutung des Ausspruchs im Klaren zu sein.

Donnerstag, 5. Januar 2017

New Year

Life's going on
but it don't last forever.
Bear that in mind and forget it never.