36 Jahre ist es nun her, das ich ein Mädchen unter einem Torbogen nicht weit von meiner Wohnung traf. Es war unsere erste Verabredung und sie war durchaus vom Anblick meiner langen Haare nicht angetan. Ich kannte zudem kein Deo und pflegte meine Hemden durchaus auch mal auf dem Flohmarkt zu kaufen. Zudem trug ich eine sogenannte Batchkapp, eigentlich ein Beret, und eine Nickelbrille. Sie selbst war auch mit Jeans und einer hellen Jacke bekleidet. Unser Weg sollte uns nach Sachsenhausen führen. Das war mein Revier. Ihre Zurückhaltung deutete ich als Schuechternheid und fühlte mich befleißigt, durch den Abend und die Kneipen zu führen. Ihre Signale bemerkte ich nicht. Sie jedenfalls war mobil. ich nicht. In ihrem Auto ging es von dribdebach nach hibdebach und im letzten Moment fiel es mir vor dem Aussteigen ein, sie zu mir einzuladen.
In meiner Erlebniskueche würde es einen Auflauf geben, den ich selbst fabrizieren wuerde. Wozu hatte ich schließlich einen Kochkurs besucht?
Ein Flugzeug mit deutschen Passagieren ist abgestürzt, so weit, so schlimm. Was sich in den Medien aber derzeit abspielt, das kann man auch als Absturz bezeichnen. Ein Absturz in die scheinheilige Betroffenheit mit der immer wiederholten Frage nach dem "Warum?". Eine Frage, die sich naturgemäß am Tag des Unglücks gar nicht beantworten lässt. Warum also diese unaufhörlichen Sondersendungen ohne Inhalt mit immer neuen Experten, die irgend etwas vermuten. Vielleicht wäre angesichts eines solchen Ereignisses auch weniger mal mehr. Nur die Angehörigen der Opfer können doch überhaupt ermessen, was ihnen der Verlust bedeutet. Und man kann nur hoffen, dass sie sich nicht allzu schnell sich der Versuchung hingeben, der lauernden Presse Auskünfte zu erteilen. Eines der Statements, die kursieren, ist ja, dass nichts auf einen terroristischen Hintergrund hin deutet. Ich meine, das wäre momentan die einzig plausible Erklärung. So etwas muss jemand gewollt haben. So und da habe ich mich nu...
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