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2000 - I

Das Y2K-Problem

Zwanzig nach zwölf zeigt der Blick auf die Uhr,
der Himmel über Frankfurt ist schon dunkel.
Soeben ist pünktlich um null Uhr eine zeituhrgesteuerte Lichterkette und ein Jahrtausend ausgegangen,
beides programmiert.
Hurra, wir leben noch und die Schamanen packen ihr Handwerkszeug der Angst ein.
Die Sprachlosigkeit löst sich auf wie der Morgennebel.
Ein bisschen Skepsis bleibt;
wenn die Müllberge abgeholt sind, wird alles bleiben ?
Längst ist das große Feuerwerk von den verzweifelten Bemühungen nach bestimmungsvollen Deutungen überholt.
Die Endzeit bricht unbemerkt zusammen und alles wird so profan.
Jetzt können wir wieder feiern.

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Meine Blogentsorgung schreitet voran, auch dieser Beitrag "zeichnet das Selige", nein, segnet das Zeitige.  Bin nun bereits beim 2.12.2004 . Überflüssig zu sagen, dass ich das Thema 50 längst durch habe. Von Zeit zu Zeit sollte man sich neu erfinden, um das Leben wieder zu erfahren. Das Leben ist einfach, die Umstände sind kompliziert. Ab 50 sollte sich jeder darum bemühen, sich eine Perspektive für das Alter aufzubauen. Alterswohngemeinschaften kommen sehr in Mode. Denn die Wichtigkeit sozialer Kontakte ist gerade in den späteren Jahren unbestritten. Ich freue mich auf eine Zeit, in der ich noch etwas kann, aber nicht mehr alles muß. Ich lerne verstehen, wie meine Eltern gedacht haben mögen. Aber verstehen heißt ja nicht: akzeptieren. Deswegen werde ich mich nicht im Nest einigeln, an Ideen für den Ausgang hat es mir noch nie gemangelt.

Platz

Ein großer Flachbau im Industriegebiet, das nennt sich hier "Lieblingsplatz" für Hunde. Nix mit familiären Anschluss oder persönlicher Betreuung wie noch zu Schönecker Zeiten. Auch für Hunde ist das Leben in Lippe härter als gewohnt.