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Lehrstuhl für iPathologie

Eingeschworene iPad-Fans raten mir weiterhin davon ab, mir eine Displayschutzfolie auf das iPad aufzukleben. Es gelingt auch nicht wirklich. Zwar hatte ich die Blasen einigermaßen heraus, dann aber musste ich im Zug das iPad vorsichtshalber senkrecht stellen, als sich neben mir ein Herr ganz plötzlich setzen musste. Die Folie hat dann am Rand Luft bekommen und ich hatte Bläschen in unbekannter Anzahl auf meinem Display.
Noch kann ich mich nicht entscheiden, die Folie ganz abzureißen. Denn wenn das Display ungeschützt ist, nutzen die Mitreisenden gern mal die Chance, Kontakt mit ihm aufzunehmen.
Das kann dann ein Reißverschluss einer eilig ausgezogenen Jacke sein oder die Kordel irgendeiner Tasche oder sonst eines durch Gegend fliegenden Gegenstandes. Das macht mir Angst insbesondere im Hinblick auf die grob motorisch veranlagten Menschen, die in Deutschland und insbesondere in Regionalzügen der Deutschen Bahn unterwegs sind. Das soll keine diskriminierende Äußerung sein, es basiert alles auf eigenen Beobachtungen.
Das große Display ist wirklich schön, führt nur leider auch dazu, dass meine Mitreisenden zudem genau verfolgen können, wie viel Monster ich gerade abgeschossen habe oder wie dämlich ich mich mal wieder im Schach anstelle. Vom Email lesen mal ganz abgesehen, es ist kaum zu vermeiden, dass jemand Einblick nimmt.
So bleibt mir nur das Lesen der Zeitung, wobei meine wischenden, zusammen- und auseinderziehenden Fingerbewegungen genauestens registriert werden. Sie fallen ja auch deutlicher aus als die eines iPhone-Nutzers.
Letztlich bin ich glücklich, meine herunter geladenen Podcasts gefunden zu haben, sie verstecken sich unter dem Musik-Symbol, was sich mir nicht ohne weiteres erschloss.
Die Spiele im Übrigen sind auf Zukauf von Funktionalitäten angelegt und meist mit Werbung gepflastert, wenn sie kostenlos sind. Noch immer ist mein iPad eine Insel.
Das Übertragen von Fotos ist mir noch nicht gelungen. Ich habe meine erste kostenpflichtige App geladen, mit der es gelingen soll.

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