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1989 - V

Film ab. Der Zug rollt gen Frankfurt. Es ist dunkel, sodass ich nicht viel sehe. Mein Vater hat mich zum Bahnhof gebracht, wir standen eine Viertelstunde in der Kälte. Er sieht immer noch gut aus. Er hat Mühe, die Fassung zu wahren. Er würde es gut finden, wenn ich bliebe, aber ich kann mich nicht durchringen. Zuviel Kraft kosten mich die Stunden bei meinen Eltern, vor allem der Zustand meiner Mutter. Ich möchte bleiben und doch nicht. Ich weiß, dass in Frankfurt jemand wartet und das, was ich mein Zuhause nenne. Ich sehe den Vollmond aus dem Zug. Was für eine wundervolle Welt! –

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Meine Blogentsorgung schreitet voran, auch dieser Beitrag "zeichnet das Selige", nein, segnet das Zeitige.  Bin nun bereits beim 2.12.2004 . Überflüssig zu sagen, dass ich das Thema 50 längst durch habe. Von Zeit zu Zeit sollte man sich neu erfinden, um das Leben wieder zu erfahren. Das Leben ist einfach, die Umstände sind kompliziert. Ab 50 sollte sich jeder darum bemühen, sich eine Perspektive für das Alter aufzubauen. Alterswohngemeinschaften kommen sehr in Mode. Denn die Wichtigkeit sozialer Kontakte ist gerade in den späteren Jahren unbestritten. Ich freue mich auf eine Zeit, in der ich noch etwas kann, aber nicht mehr alles muß. Ich lerne verstehen, wie meine Eltern gedacht haben mögen. Aber verstehen heißt ja nicht: akzeptieren. Deswegen werde ich mich nicht im Nest einigeln, an Ideen für den Ausgang hat es mir noch nie gemangelt.

Platz

Ein großer Flachbau im Industriegebiet, das nennt sich hier "Lieblingsplatz" für Hunde. Nix mit familiären Anschluss oder persönlicher Betreuung wie noch zu Schönecker Zeiten. Auch für Hunde ist das Leben in Lippe härter als gewohnt.